Berufswahlfahrplan Liechtenstein

Schritt für Schritt durch den Berufswahlprozess im Übergang von der obligatorischen Schule in den Beruf bzw. in eine weiterführende Schule

8. Schuljahr
Aug
Sept
Okt
Nov
Dez
Jan
Feb
März
April
Mai
Juni
Juli
9. Schuljahr
Aug
Sept
Okt
Nov
Dez
Jan
Feb
März
April
Mai
Juni
Juli
i Berufswahlvorbereitung in der Schule (Schulbildung / Persönlichkeitsbildung) Unterstützung der Eltern
i Elternorientierungen
i Klassenveranstaltungen
BIZ-Einführungen
i Berufsorientierungen / Infoveranstaltungen / Tagespraktika (Schnupperlehren)
i Persönliche Gespräche mit Fachpersonen der Berufs-, Studien und Laufbahnberatung
i Schulhaussprechstunden
i Stellwerktest
i Standortgespräche
i Schupperlehren / Selektionspraktika
i Berufswahlentscheid
i Lehrstellenbewerbungen
i Lehrvertäge genehmigen (Lehraufsicht)
i Alternativen / Brückenangebote
i Weiter zur Schule?
 
Next step Infotage
i Stellwerk-Test
BerufsCHECK
i Freie Lehrstellen werden veröffentlicht
i Lehrstellen Zusagetag
Schulanmeldung
Schulen in Voralberg
BMS-/Mittelschul-Prüfungen

Berufswahlvorbereitung in der Schule bereitet den Einstieg der Schüler/innen in die Berufswelt vor und fördert die sogenannten Übergangskompetenzen. Neben der Schulbildung geht es um die Persönlichkeitsbildung und um das Kennenlernen der eigenen Interessen und Stärken sowie der Berufswelt.

Elternorientierungen in der Schule oder im BIZ/ Berufsinformationszentrum: Eltern beeinflussen bewusst oder unbewusst die Berufswahl ihres Kindes. Gleichzeitig haben sich seit deren Schulzeit die Möglichkeiten in Berufen und Schulen stark verändert. Folglich wollen Eltern auf den aktuellen Stand gebracht werden. Sie sollen informiert sein, welche Ausbildungsangebote zur Verfügung stehen und welche Erwartungen an Interessent/innen gestellt werden. Eltern erfahren wo sie Informationen dazu finden und Angebote bei der Begleitung ihres Kindes erhalten können. Die Berufswahl ist ein Familienprojekt.

Klassenveranstaltungen im Berufsinformationszentrum / BIZ-Einführungen Im Rahmen von ihren erhält die Klasse erste Informationen zur Berufswahl, zu Berufsbildern und zu den Angeboten der Berufsberatung. Hierbei ergibt sich ein erster Kontakt mit der für die Schulklasse zuständigen Berufsberatungsperson. Die BIZ-Einführung ist eine gute Gelegenheit selbst auszuprobieren, wie und wo im BIZ und im Internet Informationen über den Wunschberuf gefunden werden können.

Berufsorientierungen / Info-Veranstaltungen / Tagespraktika vermitteln mit wenig Aufwand Live-Eindrücke an Arbeitsplätzen. Lernende und Berufsbildner/innen geben Auskunft über Lerninhalte, Anforderungen, Lehrablauf und Weiterbildungsmöglichkeiten. Manchmal können dort bereits selbständig ein paar Tätigkeiten ausprobiert werden. Organisiert werden solche Veranstaltungen durch Berufsberatende, Verbände, Firmen und Schulen. Tagespraktika werden wie Schnupperlehren individuell organisiert.

Persönliche Gespräche mit Fachpersonen der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (ABB) werden über berufliche Wünsche und Erwartungen oder Bedenken geführt. Je nachdem wird mit Hilfe psychodiagnostischer Tests ermittelt, welche Berufe zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passen. Basierend auf den Ergebnissen werden die nächsten Schritte werden geplant. Die individuellen Berufsberatungen sind unentgeltlich, für sie muss ein Termin vereinbart werden.

Schulhaussprechstunden sind Kurzgespräche im Schulhaus mit den Berufsberatungspersonen. Sie dauern etwa 15 Minuten und sind eine Möglichkeit, persönliche Fragen zur Berufswahl oder zu schulischen Ausbildungsmöglichkeiten zu besprechen (Die Daten der Schulhaussprechstunden werden mit der Klassenlehrperson abgesprochen.).

Stellwerk-Check 8 prüft Wissen und Können am Ende des 8. Schuljahres und ist hilfreich beim Setzen der Ziele fürs nächste Schuljahr. Viele Lehrbetriebe verlangen heute als Teil der Bewerbung Resultate von Eignungstests. Je nach Beruf werden unterschiedliche Fähigkeiten geprüft, z.B. Allgemeinwissen, Mathematik, Sprachen, Technisches Verständnis, Konzentrationsfähigkeit. Meist müssen die Aufgaben unter Zeitdruck gelöst werden. Im kaufmännischen Bereich wird häufig der «Multicheck» verlangt.

Standortgespräche im Frühjahr der 8. Schulstufe: Dabei handelt sich um ein Treffen von Klassenlehrperson, Schüler/in und Eltern. Die aktuelle Situation und auch Ziele für einen möglichst erfolgreichen Übertritt in die Berufsausbildung bzw. in eine weiterführende Schule werden besprochen. Gemeinsam werden die individuellen Schwerpunkte für das 9. Schuljahr festgelegt.

Schnupperlehren (Selektionspraktikum): sind wertvoll, um während einigen Tagen einen Wunschberuf live in der täglichen Praxis kennen zu lernen und einem Profi über die Schulter zu schauen. Andererseits kann ausprobiert werden, ob Beruf und Ausbildungsbetrieb passen und einem zusagen. Der Betrieb selbst lernt interessierte Jugendliche kennen und bekommt ein erstes Bild (= persönliche Visitenkarte).

Die Berufswahlentscheidung ist dann möglich, wenn alle benötigten Informationen eingeholt und wenn die eigene Vorstellung und das eigene Können mit der Berufswelt verglichen worden sind. Ist das Grundgefühl positiv, dann stimmt vermutlich der beabsichtigte Weg.

Freie Lehrstellen / Lehrstellennachweis (Lena): sind ab Anfang September unter www.abb.llv.li abrufbar und werden durch das ABB in Zusammenarbeit mit den Betrieben laufend aktualisiert. Lehrstellen in der Schweiz sind zu finden unter: www.berufsberatung.ch/lehrstellen.

Lehrstellen-Bewerbungen: bedeuten Werbung in eigener Sache. Was alles zu einem guten Bewerbungsdossier gehört, wird in der Schule gelernt (Bewerbungsbrief verfassen, Lebenslauf erstellen sowie Vorstellungsgespräche üben). Ziel ist es, mit einer guten Bewerbung an die Tür der Berufswelt anzuklopfen. Auf Wunsch unterstützt die Berufsberatungsstelle Schüler/innen dabei.

Zusagen/Absagen (ab 1. November) in Liechtenstein: Der Bankenverband, die Treuhandkammer und die «ArbeitsGruppe IndustrieLehre» haben sich auf einen gemeinsamen Standard im Zusammenhang mit Lehrstellenzusagen geeinigt. Die Vereinheitlichung des Zusagetages auf den ersten Arbeitstag nach dem 1. November soll einen Beitrag dazu leisten, dass Schüler/innen Zeit haben, sich mit den eigenen Wünschen auseinanderzusetzen, in verschiedenen Betrieben zu schnuppern, die Berufsberatung aufzusuchen und sich schliesslich bewusster für einen Beruf zu entscheiden. Sollte es mit der Wunschlehre nicht auf Anhieb klappen, lohnt es sich auch nach dem Novembertermin weitere Bewerbungen zu versenden.

Lehrverträge werden zwischen den Lernenden, bzw ihren Eltern, und den Anbietern der Bildung in beruflicher Praxis (Lehrbetriebe) abgeschlossen. Die Vertragsparteien verwenden die vom Amt für Berufsbildung und Berufsberatung zur Verfügung gestellten Vertragsformulare, welche dann durch die Lehraufsicht genehmigt werden.

Alternativen/Brückenangebote/Zwischenlösungen werden zwischen den Lernenden, bzw ihren Eltern, und den Anbietern der Bildung in beruflicher Praxis (Lehrbetriebe) abgeschlossen. Die Vertragsparteien verwenden die vom Amt für Berufsbildung und Berufsberatung zur Verfügung gestellten Vertragsformulare, welche dann durch die Lehraufsicht genehmigt werden.

Weiter zur Schule? (z.B. Gymnasium, Schulen in Österreich oder in der Schweiz): Für Schüler/innen, die sich diese Frage stellen, sind unter www.lg-vaduz.li, www.kanti-sargans.ch, www.schulanmeldung.at Informationen zu den jeweiligen Aufnahmeverfahren zu finden.

Stellwerk-Check 8 prüft Wissen und Können am Ende des 8. Schuljahres und ist hilfreich beim Setzen der Ziele fürs nächste Schuljahr. Viele Lehrbetriebe verlangen heute als Teil der Bewerbung Resultate von Eignungstests. Je nach Beruf werden unterschiedliche Fähigkeiten geprüft, z.B. Allgemeinwissen, Mathematik, Sprachen, Technisches Verständnis, Konzentrationsfähigkeit. Meist müssen die Aufgaben unter Zeitdruck gelöst werden. Im kaufmännischen Bereich wird häufig der «Multicheck» verlangt.